LRS

Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) - Förderung lohnt sich!

Anfänge

Seit dem Schuljahr 1999/2000 fördern wir in den fünften Klassen Schülerinnen und Schüler mit Lese-Rechtschreibschwäche (LRS). Zunächst nur mit der Erkenntnis, dass den Betroffenen endlich geholfen werden muss, aber noch nicht mit einem eigenen Konzept. So wurden etwa 15 Schülerinnen und Schüler an einem Nachmittag in der Woche für zwei Stunden mit den Methoden der Freiburger Rechtschreibschule gefördert.

Heute

Nach ständiger Professionalisierung haben wir inzwischen ein ausgearbeitetes Konzept für die Klassen fünf und sechs mit einem bewährten Organisationsplan, mit dem es uns gelungen ist, die Förderung der Kinder zu individualisieren. Erhöhung der Förderdeputate, Zusatzausbildung für Lehrer, Eingangsdiktate und standardisierte Diagnosetests haben dazu beigetragen, dass wir in Kleingruppen eine erfolgreiche Förderung anbieten können.
Darüber hinaus bieten wir eine intensive Beratung für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Kolleginnen und Kollegen. Es finden LRS-Elternabende statt.
Methodentraining im Regelunterricht trägt dazu bei, dass die Kinder strukturierter und somit erfolgreicher arbeiten.

Grundeinstellung

Wir machen den Schülerinnen und Schülern Mut, mit den Schwierigkeiten umzugehen, Geduld mit sich selbst zu haben, stärken ihr Selbstwertgefühl und tun alles, um sie in die Lage zu versetzen, sich beim Lesen und Schreiben selbst helfen zu können, Fehler zu vermeiden, zu entdecken und zu berichtigen. Erfolgreiche schulische Förderung setzt aber auch voraus, dass die Schülerinnen und Schüler wirklich das Lesen und Schreiben lernen wollen.

Methode

Keine andere Methode als die der Freiburger Rechtschreibschule ist besser dafür geeignet. Sie ist einfach, leicht zu erlernen und anzuwenden und bringt nachhaltige Erfolge.
Lesen und Schreiben sind sehr komplexe und schwierige Vorgänge, die nicht in einem einzigen Bereich des Gehirnes erledigt werden, sondern in verschiedenen Teilbereichen durch Vernetzung organisiert werden. Kleine Beeinträchtigungen und Verzögerungen oder Beschleunigungen bei dem Zusammenspiel können zu Störungen beim Lesen und Schreiben führen. Lese- und rechtschreibschwachen Schülern fällt es schwer, schnell aufeinander folgende Laute wahrzunehmen und ähnliche Laute zu unterscheiden. Dies ist genau der Grund, warum sie oft über zu schnelles Diktieren der Lehrer klagen.
Die Fähigkeit, Laute zu unterscheiden, verbessert sich stark, wenn die einzelnen Wörter in Silben zerteilt werden. Diese künstliche Verlangsamung ist der Schlüssel für das erfolgreiche Identifizieren, das Wahrnehmen und Unterscheiden der Laute. Beim Lesen erhöht dies die Fixationszeit des Auges und konditioniert die Blicksprünge auf bestimmte Abstände, die Silben.
Beim Silbenschwingen geschieht das Sprechen und Schreiben synchron in einer verlangsamten Geschwindigkeit, so dass das Kind die Abfolge der Laute und Lautgruppen bestimmen kann und den Buchstaben und Buchstabengruppen leichter zuordnen kann.
Die Unterteilung der Wörter in Trennsilben schafft neben einer Verlangsamung eine Gliederung in kleine überschaubare Einheiten. Dadurch kann die Laut-Buchstabenzuordnung (und umgekehrt) nicht nur erleichtert, sondern im Gedächtnis besser verankert werden. Das rhythmisch-melodische Sprechen erleichtert zusätzlich das Verarbeiten, weil durch das Zusammenspiel von Hören, Sehen, Hand- und Körperbewegung, Sprechen und Schreiben Lernprozesse gesteigert werden.
Somit ist das rhythmisch-silbierende Sprechschreiben die grundlegende Rechtschreibstrategie, die im Deutschunterricht ebenso vermittelt wird und somit die Förderarbeit wesentlich unterstützt.

Förderung lohnt sich

Die Kontrolldiagnosetests, die am Ende des 5. und 6. Schuljahres durchgeführt werden, belegen eindeutig, dass sich alle Kursteilnehmer verbessern. Besonders erfreulich ist zu erkennen, dass etwa 30% der Abgangsschüler, die Lobe und Preise erhalten, in den Klassen fünf und sechs mit LRS zu kämpfen hatten.

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